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Die kroatische Insel Brac liegt vor der Küste Mitteldalmatiens
südlich der Hafenstadt Split, mit 396 km² ist sie die drittgrößte Insel
der Adria. Auf Brac leben ca. 14.000 Einwohner v.a. in den
Küstenregionen; sie betreiben neben Fischerei und Landwirtschaft (Oliven
und Wein) den Abbau von hochwertigen Natursteinen (reiner Kalkstein,
sog. „Marmor“), Haupteinnahmequelle ist jedoch der Tourismus. Die Insel
beherbergt eine Vielzahl frühchristlicher und altkroatischer Kirchen,
die aber meist im Inselinneren in unwegsamem Gelände liegen; bei einer
Rundreise durch die Hafenstädte kann man jedoch einige sakrale
Sehenswürdigkeiten kennen lernen. Supetar an der Nordküste ist die
Hauptstadt der Insel mit einer direkten Fährverbindung nach Split. In
der historischen Altstadt steht die Pfarrkirche „Sv. Petar“ aus dem
Jahre 1733, sie wurde auf den Resten zweier früherer Kirchen errichtet;
direkt nebenan befinden sich sehenswerte frühchristliche Mosaiken und
etwas weiter nördlich die Friedhofskirche „Sv. Nikola“ mit einem
Mausoleum.
Auch im weiter westlich gelegenen Sutivan gibt es zwei alte
Kirchenbauten, die Friedhofskirche „Sv. Rok“ datiert aus dem Jahr 1635;
die Kirche „Sv. Ivan“ wurde 1579 erbaut, die ältesten Grundsteine
stammen jedoch bereits aus dem 6. Jahrhundert. Milna an der Westküste
von Brac liegt in einer tief eingeschnittenen Bucht und besitzt
den einzigen Yachthafen der Insel. Sehenswert ist das Kastell Angliscina
und die 1783 errichtete Dorfkirche mit dem historischen Altarbild „Maria
Verkündung“.
Die Stadt Bol ist ein bekannter Touristenort an der Südküste. Einen
Besuch wert ist die alte Burg im Zentrum und das berühmte
Dominikanerkloster; die Attraktion von Bol ist jedoch das „Goldene
Horn“, eine gelbe Kiesstrandzunge, die ca. 300 m weit in das Meer reicht
und je nach Wind und Strömung das Aussehen verändert.
Von dem malerischen Ort Sumartin an der Südostküste mit seiner alten,
vorromanischen Kirche besteht eine Fährverbindung zum Festland nach
Makarska. Weiter entlang der Küste liegt hinter Postira und einer bunten
Hafenpromenade die kleine Bucht Lovrecina; hier befinden sich Ruinen
einer altchristlichen, dreischiffigen Basilika aus dem 5. bis 6.
Jahrhundert. Der Hafen von Splitska an der Nordküste war der
Hauptverladehafen für den Marmor aus den nahen Steinbrüchen, heute
dominieren Palmen und Promenaden; die Pfarrkirche enthält einen
sehenswerten hölzernen Renaissancealtar mit der Figur „Madonna mit
Heiligen“.
Bei einem Ausblick von dem höchsten Berg der Insel, dem Vidova Gora
(778 m üNN), kann man die Rundtour noch einmal nachvollziehen und sich
dann in der nahen Berghütte für den Rückweg stärken. |