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In Europa gibt es noch solche Stellen, die vom Torurismus nicht
überlaufen sind. Zu einem dieser wenigen Orte gehört die griechische
Insel Chios, die fünftgrößte des Landes. Wir treffen auf der Fläche von
44 Kilometer Länge und 24 Kilometer Breite 53.500 Einwohner. Der höchste
Berg ist der 1.297 Meter hohe 'Pelineo'. Die Hauptstadt heißt zwar 'Chora',
aber alle Welt sagt Chios-Stadt mit etwa 30.000 Einwohner. Wenn Sie
hören, dass Andreas Papandreou, der griechische Premierminister (1919 -
1996) und der Komponist Mikis Theodorakis, geboren 1925, von der Insel
Chios stamm, dann werden sie vielleicht 'Aha' sagen. Die Insulaner
erzählen, im 8. Jahrhundert v. Chr. sei der große Dichter Homer auf
Chios geboren worden.
Es gibt einen Tourismus, aber weniger als auf den anderen bekannteren
Inseln. Nur selten werden Charterflüge aus Deutschland angeboten. Sie
sollten sich auf eine Rundreise über Chios machen, um die nicht so
zahlreichen Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Die Hauptstadt zeigt
uns die 'Korais-Bibliothek' mit 95.000 alten Büchern, die verwinkelten
Gassen der Altstadt und das Kastell aus dem 10. Jahrundert n. Chr. Wir
fahren 15 km weiter.
Da sehen wir das "Neo Moni" das "Neue Kloster" mit seinen wertvollen
Mosaiksammlungen. Wir fahren jetzt weiter zum Ort Pyrgi mit den kleinen
Gassen und der typischen griechischen Architektur, die sich hier
'unverdorben' dem Besucher zeigt. Überall fallen uns auf Chios die große
Zahl an Mastixbäumen auf, für die die Insel bekannt ist. Das Harz dieser
Bäume wird zur Herstellung von Kaugummi, Klebstoff und Ouzo verwendet.
Wer die einheimischen Busse einmal kennen lernen will, dem sei
empfehlen, die blauen Busse zu besteigen für den Nahverkehr von
Chios-Stadt in die Umgebung. Die grünen Busse bringen den Besucher in
die weiter entfernt liegenden Dörfer von Chios. Es ist ein kleines
Abenteuer vornehmlich bei den grünen Bussen, Komfort wird bei diesen
Verkehrsmitteln klein geschrieben. Es verkehren täglich Fähren nach
Cesne in die Türkei und nach Piräus. |
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